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Leonce und Lena

Ein „Lustspiel“ über Langeweile, Fluchtfantasien und arrangierte Ehe in einem fiktiven Fürstentum. Hinter der leichten, spielerischen Oberfläche steckt deutliche Kritik an höfischer Welt und leeren Machtstrukturen.

Inhalt in Kürze

Prinz Leonce aus dem Königreich Popo langweilt sich in seinem Leben als Thronfolger. Er soll Prinzessin Lena aus dem Nachbarreich heiraten – eine politisch arrangierte Ehe, auf die weder er noch sie Lust haben. Beide fliehen unabhängig voneinander, ohne sich zu kennen.

Auf ihrer Flucht treffen Leonce und Lena zufällig aufeinander, ohne zu wissen, wer der andere ist, und verlieben sich. Am Ende kehren sie – immer noch inkognito – an den Hof zurück, treten als „Maskenpaar“ auf und werden so verheiratet. Erst danach wird ihre wahre Identität sichtbar. Die Herrschaftsform bleibt, aber wird deutlich als leer und mechanisch vorgeführt.

Wichtige Figuren

Figur Rolle im Stück
Leonce Prinz von Popo, intelligent, aber gelangweilt und lebensüberdrüssig.
Lena Prinzessin aus dem Nachbarreich, lehnt die arrangierte Ehe ab, sucht Selbstbestimmung.
Valerio Freund Leonces, sorgt für Witz und Kommentare, entlarvt höfische Rituale.
König von Popo Herrscher, der in leeren Phrasen und kleinlicher Bürokratie gefangen ist.
Hofgesellschaft Symbol für Routine, Formalität und eine Welt, die „wie eine Maschine“ funktioniert.